Die Geschichte des
Bayerischen Bahnhofs

Einen Teil der zahlreichen Informationen rund um das Leipziger Wahrzeichen haben wir für Sie zusammengetragen und in den folgenden Zeilen aufgeführt.

Die einzelnen Epochen der Bahnhofsgeschichte sind durch Jahreszahlen dargestellt. Sie erfahren durch Klicken auf diese, was sich in dieser Zeit hier so getan hat. Ihre Reise durch die Geschichte beginnen Sie also mit klicken auf die Jahreszahl oder nach unten scrollen.

1842  |  1844  |  1875  |  1944  |  1999  |  2000aktuell

1842 Einweihung des 1. Abschnitts

Nach sieben Jahren intensiver Verhandlungen und einer Bauzeit von 14 Monaten wurde der erste Abschnitt der "Sächsisch-Baierschen Eisenbahn" zwischen Leipzig und Altenburg eingeweiht. Die Züge hielten noch an einfachen "Personenschuppen", die nur notdürftig vor Regen schützten. Doch an der Vision des Leipziger Architekten Christian August Eduard Pötzsch - dem Bayerischen Bahnhof - wurde schon kräftig gebaut, überwiegend aus privatem Aktienkapital, denn damals erwarteten die Investoren noch Gewinne aus dem Betrieb von Eisenbahnen.

1844 Übernahme durch das Königreich Sachsen

Der Bayerische Bahnhof, in seiner klassizistischen Anlage wegweisend für den Bahnhofsbau der damaligen Zeit, wurde seiner Bestimmung übergeben. Doch nicht überall fand der großzügige Komplex Beifall.

Die Aktionäre sprachen vom "Tempel der Verschwendung". Heute können wir dem Architekten Pötzsch dankbar sein, dass er sich einst gegen geizige Investoren durchsetzte.

Und es lag nicht am Bahnhof selbst, sondern an aufwendigen und somit kostenintensiven Brückenbauten im Vogtland, dass der privaten Gesellschaft 1847 das Geld ausging. Das Königreich Sachsen sprang ein - und begründete die Staatseisenbahn zwischen Leipzig und Görlitz.

1875 Die goldenen Zeiten des Bayerischen Bahnhofs

Großes Gedränge am Bayerischen Bahnhof: In diesem Jahr reisten eine Million Passagiere von hier ab. Der Bahnhof war Leipzigs "Tor in den Süden", führte die Reisenden nach Bayern, Österreich und Italien. Und er gewann in der aufstrebenden Messe- und Industriestadt eine wachsende Bedeutung als zentraler Güterumschlagsplatz.

Könige und Großfürsten verkehrten hier ebenso wie Handelsreisende, Kaufleute und Arbeiter. Die Glanzzeit des Bayerischen Bahnhofs endete erst mit der Eröffnung des Hauptbahnhofes. Im Jahre 1912 wurde der Fernzugverkehr dorthin verlagert.

1944 Verfall und Auferstehung

Bei einem Angriff alliierter Bomber auf Leipzig erlitt auch der Bayerische Bahnhof schwere Treffer. Die überdachte Personenhalle, die Bahnhofshalle und das Verwaltungsgebäude wurden weitestgehend zerstört. Trotzdem ging der Bahnbetrieb weiter. Nach 1945 fehlten die Mittel, um das Gebäude gründlich zu sanieren. Die Substanz verfiel, doch immer wieder konnte man sich erfolgreich gegen zahlreiche Abrisspläne wehren. 1975 wurde der Bahnhof letzten Endes unter Denkmalschutz gestellt.

Erst nach der Wende tat man etwas gegen den Verfall: Auf Initiative bayerischer Eisenbahnfreunde sanierte die Deutsche Reichsbahn den markanten Portikus.

1999 Wiederaufbau

Endlich gab es eine Perspektive für das verfallene Gebäude des Bayerischen Bahnhofs: Die Deutsche Bahn AG und Brauereibesitzer Thomas Schneider verkündeten ihre Absicht, den Komplex gründlich zu sanieren und in den historischen Räumlichkeiten eine Gasthausbrauerei einzurichten.

Im Mai begannen die Bauarbeiten. Mit höchster Sorgfalt und unter Anleitung der Denkmalschützer sicherte man die vorhandene Substanz und ergänzte sie nach historischen Vorlagen. Die Öffentlichkeit verfolgte die Kur für den Bayerischen Bahnhof mit Sympathie und Interesse - schließlich handelte es sich um ein Wahrzeichen der Stadt Leipzig.

2000 Wiedereröffnung

Nach rund 14 Monaten Bauzeit ist es endlich so weit: Am 19. Juli öffnet die Gasthaus & Gosebrauerei Bayerischer Bahnhof die Pforten. Ingrid Biedenkopf, Gattin des Sächsischen Ministerpräsidenten, gibt die neue Stätte der Gastlichkeit frei. Aus dem alten Bahnhofsgebäude ist ein Schmuckstück in der Leipziger Gastronomielandschaft geworden.

Und die Heimat einer berühmten Bierspezialität: Die Original Leipziger Gose wird in der hauseigenen Brauerei - neben einigen anderen Bieren - hergestellt. Mit vollem Recht kann man behaupten, dass der Bayerische Bahnhof eine Renaissance erlebt.

2013 Station Bayerischer Bahnhof

Der City-Tunnel Leipzig

Der City-Tunnel Leipzig schafft eine direkte Schienenverbindung zwischen dem Südraum der Stadt und dem Hauptbahnhof im nördlichen Stadtzentrum. Die neue Verbindung wird in der ganzen Region den Nahverkehr auf der Schiene deutlich beschleunigen. Im entstehenden Mitteldeutschen S-Bahn-Netz verkürzen sich die Fahrtzeiten um bis zu 20 Minuten.

Station Bayerischer Bahnhof

Station Bayerischer Bahnhof

Der Bayerische Bahnhof gilt als der älteste erhaltene Kopfbahnhof der Welt.

Im Rahmen des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes erhält er seine Bedeutung als südlicher Knotenpunkt für den Regionalverkehr zurück: Von hier aus sind Anlaufpunkte wie das Universitätsklinikum Leipzig oder die Studentenwohnheime in der Straße des 18. Oktober zu Fuß erreichbar.

Zugleich bietet die Station hervorragende Anbindungen an das Leipziger Nahverkehrsnetz: Insbesondere die Straßenbahn- und Buslinien in den Leipziger Osten sind von hier aus optimal erreichbar.

 

ArchitekturCity-Tunnel Bayerischer Bahnhof

Das Erscheinungsbild der Station Bayerischer Bahnhof wird durch prägnante Lichträume bestimmt, die den Bahnsteig mit Tageslicht versorgen. Die dezent gestalteten Eingänge zu der unterirdischen Station werden harmonisch in die historische Bausubstanz integriert. Das gesamte Gelände wird zu einer attraktiven Grünfläche umgestaltet, die den entstehenden Verkehrsknoten auch optisch deutlich aufwertet. 

 

Bahnsteig unter dem Portikus

Der 140 Meter lange Inselbahnsteig erstreckt sich in etwa 20 Meter Tiefe unterhalb des denkmalgeschützten Portikus. Der Haupteingang der Station wird sich unmittelbar vor dem Portikus befinden. Ein weiterer Eingang hinter dem Portikus lässt die Station auch aus Richtung Süden zugänglich werden.

 

Schneller zum Universitätsklinikum

"Dank der Station Bayerischer Bahnhof wird die Anreise zum Universitätsklinikum Leipzig künftig spürbar vereinfacht: Patienten wie Besucher, unser Personal und die vielen Studierenden, die wir hier ausbilden, können aus dem gesamten Umland unsere Klinik erreichen - vom Ausgang der Station bis zum Klinikum sind es nur wenige Gehminuten. Insgesamt wird sich die schon sehr gute Erreichbarkeit des Klinikums durch diese Option weiter verbessern." Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand Universitätsklinikum AöR

Broschüre City-Tunnel Leipzig, Januar 2011

Veranstaltungen

Aktuelles aus unserem Fahrplan...
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Fußball EM 2016 - live am Portikus
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Sep
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Öffentliches Bierseminar-AUSGEBUCHT
Beginn 10:00 Uhr
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Unser Bier

Leipziger Gose,
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und Heizer

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Kontakt

Bayerischer Bahnhof
Bayrischer Platz 1
04103 Leipzig

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F +49 (0)341 12457-70
M info@bayerischer-bahnhof.de