Datum: 29.07.2011 12:32
Mittendrin statt nur dabei lautete das Motto
für einige wenige Auserwählte, die „Waldis Club“ von A bis Z erleben
durften. Unter den Glücklichen: MDR-Sprecher Dirk Thärichen, Mitglieder
des Kuschelsender-Fernsehrats, die neue MDR-Sportchefin Sylvia Peuker,
der sächsische Handwerks-Boss Joachim Dirschka, Sportschau-Moderator
René Kindermann und eine bildschöne Boulevard-Reporterin.
Bevor
das erfolgreichste (!) deutsche Talk-Format am Freitagabend erstmals aus
der Schalterhalle des Bayerischen Bahnhofs um 22.51 Uhr mit
sechsminütiger Verspätung auf Sendung ging, rollte die Nummer in einem
Nebenraum langsam an. Ganz wichtig: Zwei riesige TV-Endgeräte, auf denen
die Partie Dortmund vs. Hamburg flimmerte. Auffällig: Mit Hungerast und
dehydriert wollte keiner ins Rotlicht illern.
Gegen 20 Uhr trafen die Talk-Gäste von TV-Unikum Waldemar Hartmann (glänzt auch mit dem Bühnenprogramm „Born to be Waldi“) ein. Paul Breitner, schlanker Weltmeister von 1974, ignorierte die auf dem Tisch drapierte Kicker-Ausgabe, orderte Weißwein und Lachs. Ex-Bundesligastar Michael Rummenigge beteiligte sich an Breitners Fläschlein, labte sich an einem Lamm mit Kartoffeln. Frank Schöbel, für den 74er WM-Ost-Ohrwurm „Freunde gibt es überall“ verantwortlich und rechtlich nicht mehr zu belangen (verjährt), beließ es bei einem Salat. Kult-Comedian Matze Knop vergnügte sich mit stillem Wasser, während Waldi ein Steak zerlegte und tiefen entspannt den einen oder anderen Kalauer zum Besten gab. Hätte angesichts der Seelenruhe nur noch gefehlt, dass ein Joint die Runde macht. „Es ist ja nicht meine erste Sendung“, sagte Hartmann, bevor er sich in der Halbzeit zum Warm-Up in die Schalterhalle begab.
Guido Schäfer
Foto: Christian Nitsche
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